Wohl dem, der wie Türkenfeld einen Weiher mitten im Dorf hat. Wenn dann an etlichen Tagen nacheinander Minusgrade herrschen und wie jetzt Anfang Januar die Eisschicht immer dicker wird, dann gibt es keine Halten mehr. Jung und Alt zieht es aufs Eis.
Anfangs noch mit gebührender Vorsicht, denn man weiß ja nie, ob das Eis trägt. Doch dann gibt es kein Halten mehr: die neuen Schlittschuhe von Weihnachten ausprobieren, Eishockey spielen, Eisstock schießen, Pirouetten drehen oder „nur“ ganz profan den Schlitten – natürlich mit Kind(ern) – hinter sich herziehen oder einen Kinderwagen schieben. Jeder und jede hat Spaß, es wird gelacht, geratscht und natürlich auf Kufen alles Mögliche ausprobiert.
Generationen von Türkenfeldern und Türkenfelderinnen haben das schon so gemacht. Bis heute hat sich das nicht geändert. Glücklicherweise konnte der Weiher im Dezember nach den monatelangen Arbeiten an der Bahnhofstraße und am neu angelegten Uferbereich wieder rechtzeitig mit Wasser befüllt werden. Der Winter 2025/2026 ist damit zumindest eistechnisch gerettet!